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Weinheim und Mannheim

Starke Zeiten und volles Wochenende

Am vergangenen Wochenende standen für die Athletinnen und Athleten der TSG Schwäbisch Hall gleich mehrere hochkarätige Wettkämpfe auf dem Programm. Bei der renommierten B&S Kurpfalz Gala in Weinheim sowie dem Pfingstsportfest in Mannheim gingen die Haller Sprinter und Mittelstreckler auf Zeitenjagd – mit einigen persönlichen Bestleistungen und trotz verletzungsbedingter Rückschläge.

Bei traumhaften Bedingungen mit 25 Grad und Sonnenschein herrschte am Samstag in Weinheim bestes Sprinterwetter. Auf Deutschlands ältester und schnellster Bahn wollten vor allem Thorben Maneth über 100 Meter und Julian Haag über 400 Meter starke Zeiten abliefern.

Bereits beim Aufwärmen merkte Thorben Maneth, dass an diesem Tag einiges möglich sein könnte. Motiviert durch starke Konkurrenz erwischte der Haller einen gelungenen Start und konnte besonders in der Beschleunigungsphase überzeugen. Mit viel Lockerheit und sichtbar großem Spaß am Lauf nutzte er seine Stärke in der Topspeed-Phase optimal aus und sprintete in starken 11,09 Sekunden zu einer neuen persönlichen Bestleistung. Die magische Marke von unter elf Sekunden scheint damit nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Am Abend stand Julian Haag über die 400 Meter an der Startlinie. Nach vielversprechenden Trainingseinheiten unter der Woche zeigte sich der Haller trotz seiner anhaltenden Probleme an der Kniekehle optimistisch. Doch bereits nach rund 150 Metern musste Haag kämpfen, um seinen Rhythmus zu halten. Die Beine wurden früh schwer, die Beschwerden machten sich erneut bemerkbar. Zwar brachte er das Rennen ins Ziel, blieb mit 50,96 Sekunden jedoch deutlich hinter seinen Erwartungen zurück.

Viel Zeit zum Durchatmen blieb den Athleten allerdings nicht. Das gesamte Pfingstwochenende stand im Zeichen weiterer Wettkämpfe und neuer Bestzeiten.

Am Pfingstmontag machten sich Thorben Maneth, Julian Haag, Anna Bohne und Jakob Stecher auf den Weg zum traditionsreichen Pfingstsportfest nach Mannheim. Bei noch höheren Temperaturen fühlten sich die Kurzsprinter sichtlich wohl.

Den Auftakt machte Julian Haag über 100 Meter. Trotz weiterhin spürbarer Verletzungsprobleme lief er solide 11,28 Sekunden. Anschließend nahm Thorben Maneth erneut die Jagd auf die 11-Sekunden-Marke auf. Nach einem nicht ganz optimalen Start überzeugte der Haller besonders im freien Laufstil auf den letzten Metern. In 11,11 Sekunden stellte er seine zweitschnellste Zeit überhaupt auf und zeigte sich zufrieden: „Die Mauer wird in dieser Saison definitiv noch fallen“, erklärte der Haller Kurzsprinter anschließend selbstbewusst.

Im Anschluss standen die 200 Meter der Männer auf dem Programm – mit einem hochklassig besetzten Lauf. Gemeinsam mit Deutschlands Top-Sprinter Lucas Ansah-Peprah gingen Haag und Maneth an den Start. Nach rund drei Stunden Pause und weiterhin hohen Temperaturen fehlte beiden Hallern allerdings etwas die nötige Spritzigkeit. Besonders am Start machte sich dies bemerkbar. Dennoch gelang es Maneth, den Schwung aus der Kurve optimal auf die Zielgerade mitzunehmen. In 22,48 Sekunden stellte er erneut eine persönliche Bestleistung auf. Das nächste Ziel ist bereits klar formuliert: die Qualifikationsnorm für die Süddeutschen Meisterschaften in 22,30 Sekunden. Für Julian Haag endete das Rennen dagegen vorzeitig – nach etwa 130 Metern musste er den Lauf verletzungsbedingt abbrechen.

Am Abend überzeugte schließlich auch Anna Bohne in der Altersklasse W15 über 300 Meter. Die inzwischen deutlich angenehmeren Temperaturen kamen den Langsprintern entgegen. Bohne zeigte ein sauberes Rennen und stellte in 47,00 Sekunden ihre Saisonbestleistung ein.

Den Schlusspunkt setzte Jakob Stecher in der M15 über 800 Meter. Um 20 Uhr ging er über zwei Stadionrunden an den Start und lief in starken 2:17,89 Minuten zu einer neuen persönlichen Bestleistung. Seine derzeit hervorragende Form bestätigte der Nachwuchsathlet damit eindrucksvoll. Entsprechend zufrieden zeigte er sich nach dem Rennen: „Ich bin froh, dass die 800 Meter erst am Abend angesetzt waren. Bei den angenehmeren Temperaturen ließ sich das Rennen deutlich besser laufen“, sagte Stecher nach seinem starken Lauf zufrieden.

 

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