Impressionen

Trainingszeiten

Jetzt Mitglied werden!

Laden Sie sich hier das Anmeldeformular herunter.

World Masters Athletics Championships Indoor Daegu 2017

Über 4700 Teilnehmern und über 6000 Starts bei den Weltmeisterschaften der Senioren in Südkorea verhießen eine Woche Hallenleichtathletik in dicht gedrängtem Programm. Nach den Gastgebern waren die US Amerikaner das zahlenmäßig zweitstärkste Team, der Deutsche Leichtathletikverband war mit einer vergleichsweisen kleinen Mannschaft von ca. 80 Teilnehmern das 5. Stärkste ausländische Team. Gelaufen wurde in einer modernen Mehrzweckhalle mit eingebauter 6-spurige Rundbahn, gleich neben dem Leichtathletik WM Stadion von 2011.

TSG Läufer Christoph Müller konnte sich in seinem ersten Wettkampf, dem 800m Vorlauf der M 50 Klasse, gut behaupten. In einem taktisch geprägten Crescendolauf war die erste Rennhälfte sehr verhalten, ob schon einigen abreißen lassen mussten. War Müller zunächst an 4. Position, schob er sich am Italiener Tifi vorbei und ergriff bei 550 m die Initiative. Den mit schnellerer Meldezeit hochgehandelten Chilenen Roncatti konnte er damit überraschen, aber nicht Paul Osmann aus Canada, der sich die Führung nicht aus der Hand nehmen ließ. Schließlich hatte dieser ja auch die größte Lauferfahrung in Südkorea vorzuweisen, denn er startete bereits 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul über die gleiche Distanz. Der Haller erreichte nach einer 31 Sekunden Schlussrunde für die letzten 200m als Zweiter das Ziel in 2:19.03 Minuten.

Wenige Stunden später war Müller im 200m Vorlauf am Start, den er mit vergleichsweise mäßigen 26.96 Sekunden als 21. von 32 Startern beendete. Dieses Rennen, das als interne Qualifikation für die Deutsche 4x200m Staffel angedacht war, stellte sich im Nachhinein als nicht notwendig heraus, raubte aber wertvolle Kräfte.

Bereits am nächsten Morgen schon vor 10 Uhr war das 800m Finale angesetzt. Hier musste Müller jedoch nach 400m einsehen, dass die Kräfte oder die Form nicht für einen Spitzenplatz reichen werden. Vielleicht schlug auch am berühmt berüchtigten 3. Tag der Jetlag zu. Deswegen musste er die Spitzengruppe ziehen lassen und war als neunter bzw. vorletzter doch glücklich in einem solchen WM Finale antreten zu dürfen. Oben erwähnter Osman gewann den Titel wie erwartet souverän vor Landsmann Sherar.

Nach einem Ruhe Tag war dann der 400m an der Reihe. Hier bekam es der Landesmeister u.a. mit wieder mit dem schnellen Kanadier Sherar und dem Australier Jones zu tun. Auch hier konnte er das Rennen erfolgreich aus der zweiten Rennhälfte entwickeln und den Australier kurz vor der Ziellinie noch abfangen. Als 11. Schnellster ais insgesamt 6 Vorläufe war Müller identisch schnell wie bei den Baden Württembergischen Meisterschaften unterwegs, hatte sich eigentlich aber eine Zeit ähnlich wie bei den Dt. Meisterschaften vorgenommen, als er 57,32 Sekunden lief. Heute bedeuteten die 58,83 Sekunden immerhin den Einzug in das Halbfinale. Bei dem dicht gepackten Programm wurde dieser Wettbewerbe bereits 4 h später ausgetragen. Wegen nur schwindend geringer Aussicht auf eine Finalteilnahme und auch im Bewusstsein sich nach einer äußerst kurzen Regenerationszeit kaum steigern zu können, verzichtete er jedoch.

Den Wettkampfabschluß bildeten traditionsgemäß wie bei allen größeren Leichtathletik Wettkämpfen die Staffeln. Das DLV Team war nach der kräftezehrenden Woche leider nicht in Bestbesetzung am Start. Ein toller Abschluss für den Haller TSG Leichtathleten Christoph Müller war der 8.Platz, den er mit einem blitzsauberen Hallensprint als Schlussläufer sichern konnte. Das ausgesprochen athletische US Quartett war unantastbar das schnellste im Oval.

©:CM