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Vierte bei Hallen DM

Finale

Mit neuer persönlicher Bestzeit erreichte Astrid Beerlage von der TSG Schwäbisch Hall im Endlauf über 1500 Meter bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe den vierten Platz.

Am Samstag hatte Beerlage den ersten Vorlauf vor Corina Harrer gewonnen, aber da Jana Soethout nach etwa 500 Metern aus dem Rennen ausgestiegen war, mussten die restlichen Vorlaufteilnehmerinnen nur noch das Ziel erreichen, um sich für das Finale zu qualifizieren. Demensprechend wurde der Vorlauf locker zu Ende gelaufen. Der Platz und auch die Zeit von 4.58 Minuten waren völlig ohne Belang. Für die Michelfelderin gaben die zügig gelaufenen ersten Runden aber Zuversicht, dass die Form sich gegenüber den Süddeutschen deutlich verbessert hatte. Der zweite Vorlauf wurde von sechs Starterinnen total verbummelt, so dass alle von der siebten Starterin Gesa Krause überrundet wurden.
Ganz anders verlief da das Finale am Sonntag. Schon zu Beginn setzte sich das Trio Krause, Harrer und Maren Kock vom Feld ab. Deutsche Meisterin wurde etwas überraschend mit einem langgezogenen Spurt Maren Kock, die beiden favorisierten Harrer und Krause gewannen Silber und Bronze. Dahinter lief Beerlage lange im hinteren Teil des Verfolgerfeldes. Als die Studentin 500 Meter vor Schluss den Angriff von der zweiten württembergischen Teilnehmerin Julia Hämmer spürte, konnte sie deren Temposteigerung erwidern. Zwei Runden vor Schluss noch an Position acht, arbeitete sie sich auf den folgenden 200 Metern an die Spitze der Verfolger vor. Mit einer letzten Runde in etwa 33 Sekunden konnte sie sich von den restlichen Konkurrentinnen absetzen und überquerte in der ausverkauften Europahalle als Vierte den Zielstrich. Angespornt von den Anfeuerungsrufen von 5000 Zuschauern konnte Beerlage so mit 4.26,87 Minuten ihre eigene Bestzeit um mehr als 3 Sekunden unterbieten und war über 1500 war laut Bestenliste so schnell wie noch keine Frau im Kreis. Für eine Leichtathletin aus dem Kreis Schwäbisch Hall dürfte es auch die beste Platzierung sein, die je bei einer Hallen-DM in der Aktivenklasse erreicht wurde. Hochzufrieden mit der Platzierung, vor allem aber mit der Zeit, war dementsprechend TSG-Trainer Erich Quenzer, aber auch Bundestrainer Tobias Kofferschläger lobte Beerlage nach dem Rennen.
Die aus Hall angereisten Fans konnten so neben deutschen Hallenbestzeiten, dem Erreichen der WM-Norm durch mehrere Athleten und der super Stimmung in der Europahalle auch den tollen Erfolg einer Sportlerin ihres Vereins bejubeln.

Hier der Link zum Endlauf auf Leichtathletik-TV.


Erster Wettkampftag

Nach dem Sieg im Vorlauf darf Astrid Beerlage am Finaltag noch einmal vor der tollen Kulisse der Karlsruher Europahalle an den Start

Mit der Vorgabe von Trainer Erich Quenzer von Beginn an anzugreifen, trat Astrid an die Startlinie. Auch wenn nach dem Verzicht von Aline Krebs nur noch eine Athletin in den Vorläufen ausscheiden würde, sollte Astrid im ersten der beiden Vorläufe kein Risioko eingehen, um nicht nach einem Bummelrennen im Endspurt das Nachsehen zu haben. So hielt die Michelfelderin das Tempo drei Runden hoch, bis vom Trainer die Anweisung kam, zurückzuschalten. Jana Soethout war aus dem Rennen ausgestiegen, und so war der Rest vom Vorlauf nur noch Formsache. Für die Studentin blieb nach dem Sieg vor Corinna Harrer das gute Gefühl, dass die Form deutlich besser ist, als vier Wochen zuvor bei den Süddeutschen. Die Zeit von 4.58 Minuten ist am Ende Nebensache.

Im dann überflüssigen zweiten Vorlauf bummelten sich sechs Läuferinnen mit Zeiten um 5.20 Minuten ins Finale, nur die Siebte, Gesa Krause, lief ein ordentliches Tempo und überrundete das restliche Feld. Nach dem Verzicht auf einen Start über 3000 Meter ist Krause damit auch Favoritin vor Harrer, die am Abend über 3000m schon Deutsche Meisterin wurde.

Hier geht es zum Zielfoto vom ersten Vorlauf.

Vorbericht

Wenn am Wochenende in der Karlsruher Europahalle die deutschen Top-Leichtathleten um die Titel kämpfen und die letzte Chance zur Qualifikation für die Hallen-WM in Istanbul haben, ist Astrid Beerlage von der TSG Schwäbisch Hall die einzige Teilnehmerin aus der Region. Der Fernsehsender Eurosport berichtet am Wochenende mehrere Stunden vom Budenzauber.

Ins Rampenlicht der TV-Übertragung wird Astrid Beerlage wohl nicht rücken, aber die Wiederholung der Qualifikation zur Hallen-DM der Aktiven ist für die TSG-Athletin ein großer Erfolg. Insgesamt sind rund 500 Sportler und Sportlerinnen am Start. Aber anders als bei den Jugendmeisterschaften hat der Leichtathletikverband gerade wegen der TV-Übertragungen die Teilnehmerfelder begrenzt. Über 1.500m sind daher nur 14 Teilnehmerinnen gemeldet, darunter die letztjährige WM-Teilnehmerin Geza Krause und die Medaillengewinnerin bei der Cross-EM Corinna Harrer. Mit ihrer Meldezeit von 4.40,00 steht Beerlage am Ende der Meldeliste, da die Michelfelderin nach krankheitsbedingten Trainingsausfall in diesem Jahr erst ein Einzelrennen bestreiten konnte. Ihr Trainer Erich Quenzer hält aber eine deutliche Verbesserung am Samstag und damit das Erreichen des Finales am Sonntag für möglich. Dazu müsste Beerlage aber unter anderem ihre einzige direkte Konkurrentin aus Baden-Württemberg, Julia Hämmer von der LG Limes Rems schlagen, die bei den Süddeutschen Meisterschaften vor vier Wochen noch den Titel vor ihr gewann.